20.03.2019, 03:57 English | Deutsch
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Fusion - Essentials



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Fusion, auch Jazzrock, ist ein Musikstil, der Ende der 60er Jahre durch die Verschmelzung von Jazz mit Rock-Elementen entstanden ist und in den 70er Jahren extrem populär war und bis heute Erfolge feiert. Typisches Merkmal dieses Musikstils ist es, daß alle Künstler ihr Instrumente hervorragend beherrschen und ihre Virtuosität gerne zur Schau stellen. In der Regel steht bei den einzelnen Musikstücken daher nicht die radiofreundliche Eingängigkeit der Melodien im Vordergrund, sondern die hohe Spielfreude der Künstler und die Darstellung dessen, was mit einem gut gespielten Instrument möglich ist. Jazzrock erhebt damit den Anspruch, eher für Musikliebhaber gemacht zu werden als für Radiohörer. Als Hintergrund- oder Partymusik ist sie weniger geeignet.

Beim Jazzrock sind alle Musiker weitgehend gleichberechtigt. Obwohl zwar auch hier den Solisten (Gitarre, Keyboard) eine tragende Rolle zugestanden wird, so sind dennoch Bassist, Schlagzeuger und Bläser nicht zu Begleitmusikern degradiert, sondern erhalten genügend Freiraum für sich und ihr Instrument.

Auslöser für diese musikalische Strömung waren die Miles Davis-Platten In a Silent Way und vor allem Bitches Brew, an denen Joe Zawinul wesentlichen Anteil hatte. Hatte sich der Jazz bis dahin fast ausschließlich akustischer Instrumente bedient, wurden nun auch viele elektronische Instrumente wie die E-Gitarre, das E-Piano, die E-Violine und Synthesizer eingesetzt. Der Jazz-Trompeter Miles Davis verfremdete beispielsweise sein Trompetenspiel mit Effektgeräten für E-Gitarren. Das Schlagzeug beschränkt sich nicht nur auf seine übliche Rolle, den Takt zu schagen zu müssen, sondern wird zu einem vollwertigen Soloinstrument.

Der Begriff Jazzrock ist als Synonym für Fusion umstritten, da es auch noch den Jazzfunk gibt, der eine weitere Untergattung des Fusions-Stils darstellt. Später entwickelten sich Gattungen wie Heavy Fusion und Jazzcore, die im weiteren Sinne dem Begriff Fusion untergeordnet werden können.

Quelle: Wikipedia


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